Uruguay

Distanz mit Nisto gefahren: 494km
Distanz mit Mietauto gefahren: 632km (nicht aufgezeichnet)
Übernachtungen im Nisto: 2
Übernachtungen im Hotel: 8
Maximale Höhe: 211müM bei S34 04.833 W57 00.944
Minimale Höhe: 0müM
Maximale Geschwindigkeit: 103km/h

Es war einmal .....

Uruguay 12.02. - 23.02.2019
.... vor einem Jahrzehnt, da brach ein abenteuerlustiges, reisefreudiges Pärchen auf, die Welt zu entdecken. Über drei Jahre waren sie unterwegs bis sie den Nach-Hause-Weg fanden und zurückkehrten. Dann wurde es ruhig um sie. ... Doch nun sind sie wieder on the road, ein halbes Jahr durch Südamerika. Diesmal sogar in doppelter Ausfertigung.
Am 11.01.2019 startete Nisto seine Reise von Hamburg nach Montevideo in Uruguay. Wir folgten ihm einen Monat später. Theoretisch hätte unser treuer Gefährt einen Tag vor uns am Ziel ankommen sollen, aber dem war leider nicht so. Vor uns lagen 7 lange Tage des Wartens. Die Zeit würden wir schon rum kriegen. Montevideo ist schliesslich die Hauptstadt von Uruguay, da wird es einiges zu sehen geben, .... so dachten wir zumindest. Gleich am Ankunftstag machten wir uns zu Fuss auf den Weg die Altstadt zu besichtigen. Wir hatten uns ein Hotel ganz in der Nähe und direkt am Meer ausgesucht. So schlenderten wir durch die Gassen auf der Suche nach dem typischen Charme südamerikanischer Städte. Aber in welches Strässchen wir auch einbogen, nichts davon war zu sehen, geschweige denn zu spüren. .... Was sollten wir also die nächsten 5 Tage anstellen? Denn die, für die Einfuhr von Nisto nötigen Papiere, waren auch bereits in den ersten zwei Tagen organisiert. Diese Frage musste irgendjemand da oben wohl gehört haben und schickte uns postwendend Schüttelfrost und 40 Grad Fieber für 3/4 des Teams. Die Medizinfrau hatte alle Hände voll zu tun. Aber zum Glück war das Ganze nach zwei Tagen überstanden. Blieben immer noch drei Tage. Kurzerhand mieteten wir uns ein Auto und fuhren am ersten Tag nach Osten. Genauer gesagt nach Punta del Este, ein Ferienstädchen, welches uns an ein kleines Miami von Uruguay erinnerte. Am zweiten Tag ging es gen Westen. Hier erkundeten wir das kleine Kolonialstädtchen Colonia de Sacramento und kamen endlich ein Bisschen auf unseren Geschmack. Als wir am Abend von unserem Ausflug zurück kehrten, ankerte die Grande Nigeria, auf der sich Nisto befand, im Hafen. Den nächsten Tag verbrachten wir mit Warten. Die uns erlösende E-Mail des Agenten kam um 15:45 Uhr und nach 2 1/2 Stunden stand der letzte im Bunde auf dem Hotelparkplatz. Da es in der Zwischenzeit schon zu spät war den von uns ausgesuchten Campingplatz noch vor Sonnenuntergang zu erreichen, blieben wir eine weitere Nacht in Montevideo. Am darauf folgenden Morgen hielten uns jedoch keine 10 Pferde mehr in diesem Ort. Noch schnell die Gasflasche und den Kühlschrank gefüllt und ab nach Osten ins Paraiso Suizo zu Heinz und Sylivia. Ein herrliches Plätzchen am Meer um sich einzurichten. Bei über 30 Grad im Schatten und einer Luftfeutigkeit von gefühlt 100% jedoch ein schweisstreibendes Unterfangen. Nach zwei Tagen war alles am gewünschten Platz, und wir machten uns auf den Weg zu unserem ersten Ziel, die Peninsula Valdez in Argentinien. Vor uns lagen rd. 1.519 km, die wir so schnell wie möglich hinter uns bringen wollten, denn die Pampa, die uns bis dahin begleiten würde, ist alles andere als spannend. Nach den ersten 300 km standen wir am frühen Abend mit vielen anderen in einer Autoschlange an der Grenze zu Argentinien. Sonja nutzte die Wartezeit und kramte, da es angefangen hatte zu regnen, die Jacken raus, denn keiner rechnete damit, dass wir im Auto sitzen bleiben konnten. Ein unnötiger Zeitvertreib wie sich herausstellte, denn lediglich Markus musste für die Nistoeinfuhr kurz ins Büro, sonst wurde alles durchs Autofenster erledigt. Von uns aus könnte das so weitergehen. Wie wir die weiteren 1.219 km gemeistert haben, dann im nächsten Bericht.
Ganz liebe Grüsse aus Puerto Madryn
Markus und Sonja mit Leandro und Milena
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